Menschen ohne Geschichte sind Staub : Homophobie und Holocaust

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Titel
Menschen ohne Geschichte sind Staub : Homophobie und Holocaust
Autor*in
Anna Hajkova
Erschienen in
Hirschfeld-Lectures
Bandnummer
Band 14
Auflage
1
Erscheinungsjahr
2021
Verlag
Wallstein Verlag
Verlagsort
Göttingen
ISBN
9783835337695
Sprache
deu
Inhaltsangabe
Queere Geschichte des Holocaust, also die Frage nach gleichgeschlechtlichem Verlangen unter den Holocaustopfern, ist bis in die heutigen Tage eine Leerstelle geblieben. Dies liegt an einer weitreichenden Homophobie der Häftlingsgesellschaft in KZs und Ghettos, was dazu führte, dass die Stimmen dieser Menschen weitgehend aus den Archiven getilgt sind. Anna Hájkovás Text baut auf bestehender Forschung zu Homophobie auf und macht den Versuch, die Geschichte dieser ausradierten Menschen zu schreiben. Die Untersuchung ist dabei gleichzeitig eine Geschichte der Sexualität des Holocaust und nimmt in Augenschein, dass die Beziehungen im Lager mitunter ausbeuterisch und gewaltsam waren, wobei die Übergänge fließend waren. Hájková setzt sich mit einigen besonderen Fällen von Jugendlichen (unter anderem Anne Frank) und Erwachsenen auseinander, es geht um romantische, erzwungene und abhängige Beziehungen, um romantische Sexualität und sexuellen Tauschhandel. Sie zeigt die Gleichzeitigkeit von queerer und Hetero-Sexualität und argumentiert, dass wir von einem ausschließlichen Konzept der sexueller Identität Abschied nehmen und von Akten und Praktiken sprechen müssen, um das Verhalten der Opfer verstehen zu können.
Signatur
B-PNz-5186
Nutzungsrechte Metadaten
CC0
Schlagwort(e)
Datum der Datenlieferung
2025-06-12

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